Aclima Baselayer Warm Wool

von | 11. Mai 2018 | Ausrüstungs-Test, Baselayer

Im Praxistest bei rockntrail heute: Aclima Baselayer

Das sind zum einen der Hood Sweater und der dreiviertel Overall aus der Warm-Wool-Kollektion sowie aus der Wool-Net-Reihe eine lange Baselayer Hose.

Es gibt unzählige Möglichkeiten diese Teile zu tragen. Sie sind besonders für kältere Außentemperaturen gemacht und können zum Skifahren, Wandern, Klettern, jeglichem Wintersport oder auch zum Entspannen in der Hütte getragen werden.
Die Aclima Baselayer wurden auf einer 12-tägigen Trekkingtour im März 2018 zum Base Camp des Mount Everest getestet. Die Tour beganin Lukla auf einer Höhe von 2800m und führte bis zum Base Camp des Everest auf 5356m. Hier wurde die Funktionswäsche den verschiedensten Temperaturen und Wetterbedingungen ausgesetzt und konnte wunderbar auf ihre wärmenden Eigenschaften getestet werden.

Die Temperaturen reichten von 10 Grad bis -25 Grad Celsius und von warmer Sonne über starken Wind bis zu Eis, Schnee und Regen haben diese Baselayer auf der Trekkingtour durch den Himalaya alles miterlebt.

Praxis:

Der dreiviertel Overall und der Hood Sweater von Aklima wurden als Baselayer benutzt. Beide sind aus 200er Merinowolle hergestellt und schmiegen sich sanft aber enganliegend, weich und warm an die Haut. Die Ärmel der beiden Teile sind besonders lang, sodass auch größere Menschen mit langen Armen ohne Probleme die Daumenschlaufen am Ende der Ärmel nutzen können. Ebenfalls haben beide Teile eine integrierte Kapuze, die ähnlich wie eine Skimaske den kompletten Hals und Kopf bedeckt und nur das Gesicht freigibt. Man konnte die Kapuze ohne Probleme auf- und absetzen, entscheiden ob man den Hals bedecken wollte oder nicht und auch bei den stärksten Winden ist alles eng am Kopf geblieben.

Der Overall von Aklima hat an der hinteren Seite einen Reißverschluss zum Öffnen um den Gang zur Toilette zu erleichtern. Dieser Reißverschluss ist zwar praktisch aber gleichzeitig beim Sitzen störend und auch mit einer weiteren Schicht darüber scheuert er etwas an der Haut.

Der Hood Sweater von Aklima hat auf der vorderen Seite noch eine offene Bauchtasche, in der man Taschentücher, eine Wanderkarte oder auch sein Handy verstauen kann, allerdings ist das nur sinnvoll, wenn man keine zweite Schicht darüber anzieht und somit den Zugang zur Tasche versperrt.

Die Longs aus der „Wool Net“ Reihe von Aclima Baselayer kann man ebenso als erste Schicht verwenden, auf dieser Trekkingtour wurde sie jedoch immer als zweite Schicht über der Baselayer Hose getragen. Da diese Hose eine netzartige Struktur hat, ist sie sehr elastisch und kann deswegen auch problemlos über den Baselayern getragen werden. Aus 120er Merinowolle bestehend, ist auch dieses Teil sehr weich und angenehm auf der Haut und hält einen bei kalten Temperaturen warm. Der elastische Gummibund macht die Hose oben am Bauch sowie unten an den Füßen rutschfest und hinterlässt ein angenehmes Tragegefühl.

Alle Aclima Baselayer waren über die 12 tägige Trekkingtour sehr geruchsneutral. Sie haben den Schweiß aufgenommen und sind schnell getrocknet. Am Ende der Tour wurden Sie im Wollwaschgang in der Waschmaschine gewaschen und sahen aus wie neu.

Die Erwartungen, die es vom Tester an die Baselayer gab, waren zum Einen, dass sie bei den eisigen Temperaturen des Himalayas warm halten und und zum Anderen, dass sie bequem sein sollten.

Besonders positiv überrascht hat hierbei die Wool Net Leggings von Aklima. Diese lange Unterhose hat trotz ihrer netzartigen Struktur erstaunlich warm gehalten. Dabei war Sie extrem flexibel und bequem. Man hat eigentlich gar nicht gemerkt, dass man diese Hose überhaupt an hatte.

Der Overall im Gegensatz dazu hat in seiner Bequemlichkeit durch den hinteren Reißverschluss etwas enttäuscht. Und auch die dreiviertel langen Beine die gerade so bis über das Knie gingen waren sehr unpraktisch. Sie wärmten eben nicht die ganzen Beine. Allerdings wurde der Overall später als Schlafanzug umfunktioniert und konnte so dennoch gut genutzt werden.

Aclima Baselayer Praxistest_Himalaya_2018

Aclima Baselayer wurden auf dem Trek von Lukla ins Basislager des Everest getestet.

Aclima Baselayer Fazit:

Zunächst einmal muss der Hood Sweater von Aklima gelobt werden. Er kann mit all seinen Eigenschaften überzeugen. Er ist lang geschnitten, bequem wie eine zweite Haut, hält warm und ist auch im täglichen Dauereinsatz nach zwei Wochen immer noch geruchsneutral. Besonders gut gefallen hat die sehr praktische Kapuze, die wie eine Skimaske funktionierte und den kompletten Hals- und Kopfbereich warm gehalten hat.

Auch bei der Woolnet Leggin von Aklima gibt es nur positive Eigenschaften zu nennen. Sie überzeugt mit einer außergewöhnlichen Bequemlickeit und Weichheit des Stoffes. Der einzige Nachteil ist, dass man mit Schmuck oder auch Klettverschlüssen schnell in dem Stoff hängen bleiben kann, was jedoch kein Problem darstellt wenn man die Hose als Baselayer verwendet.

Bei dem dreiviertel Overall von Aklima ist ebenso wie bei dem Hoody die enganliegende, warme Kapuze hervorzuheben. Auch mit seiner wärmenden Eigenschaft und den langen Ärmeln kann der Overall überzeugen. Natürlich werden Bauch und Rücken einwandfrei warm gehalten da es ein Einteiler ist. Negativ sind jedoch der Reißverschluss, der unangenehm auf der Haut liegt und auch die kurzen Hosenbeine, da auch die Waden gut gewärmt werden wollen.

Wertung:

Für den Hood Sweater von Aklima gibt es 5 Punkte, weil er auf ganzer Linie überzeugt und alle Erwartungen übertroffen hat. Das persönliche Highlight sind hier die Kapuze und die schönen langen Ärmel.
Die Woolnet Hose von Aklima hat mit ihrem besonderen Komfort sehr überzeugt und mehr geleistet als man vom Aussehen erwartet hätte. Deswegen gibt es auch hierfür 5 Punkte.
Der dreiviertel Overall von Aklima bekommt leider nur 2 Punkte, weil er die Erwartungen nicht erfüllen konnte und zumindest für diese Tour relativ unpraktisch war. Besonders störend waren die kurzen Beine und der Reißverschluss.

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