… oder, wie man richtig ins Ziel kommt

Es gibt ja immer wie Diskussionen vor einem Lauf, was man sich für eine Strategie zurechtlegt, um gut durch das Rennen zu kommen. Die Vorbereitung fängt schon damit an, was ich anziehe, welche Schuhe sind die richtigen. Und dann geht es an das Rennen selbst. Wie schnell laufe ich an, wann esse ich was, was trinke ich. Viele Fragen die zu klären sind und doch gibt es Eine die sich vermutlich nicht wirklich alle bereits gestellt haben oder diese für sich behalten, dabei ist sie doch die Wichtigste – die Finish-Line Strategie.

Keith Byrne, von TheNorthFace hat mich während des Lavaredo Ultratrails auf die Idee gebracht, nachdem wir an der Ziellinie die verschiedensten Zieleinläufe beobachteten:

Denn das ist das, was den Zuschauern in Erinnerung bleiben wird.

Auf den letzten 100 Meter auf dem Weg zum Ziel gibt es viele Möglichkeiten auf sich aufmerksam zu machen. Habt ihr auch schon einmal darüber nachgedacht, wie ihr die Zuschauer hier auf den letzten Metern für Euch gewinnen könnt?

Klar, als erster schnappt man sich das Zielband – aber dann…? Fällt man zu Boden, beisst man in das Band, kniet nieder – Fragen über Fragen.

Wer etwas weiter hinten im Feld ankommt für den entfällt schon mal das Band, aber alles andere ist offen. Wir haben die 5 spannendsten für Euch zusammengefasst:

Finish-Line-Strategie – Mit Kindern ins Ziel laufen

Kinder

Der Klassiker schlechthin. Auf den Armen, an der Hand, auf den Schultern. Die Kleinen werten bereits 100 Meter vor der Ziellinie und dann geht es gemeinsam zum Finish. Selbstredend, dass es sich nicht geziemt hier zu überholen!

Finish-Line-Strategie – Purzelbaum, Sprung

TAR-Sportograf

(c) Sportograf

Ganz klar, wer hier noch Kräfte hat, hat sich vermutlich nicht richtig verausgabt beim Rennen. Trotz allem, eine recht schöne Idee.

Finish-Line-Strategie – Schubkarre

Schubkarre-whisthaler

(c) Wisthaler

Das geht natürlich nur, wenn man zu zweit ins Ziel kommt. Klassisch – einer auf den Händen und der Andere nimmt die Beine und „schiebt“ über das Ziel. Annemarie Groß und Tamara Lunger haben das 2014 beim Transalpine Run auf die Spitze getrieben!

Finish-Line-Strategie – Torkeln

Huffington-post-WomensMarathon

(c) Huffington Post

Die Strecken sind lang und anstrengend und der Eine oder Andere geht hier schon mal an seine Grenzen oder darüber hinaus. Leider sehen das die Zuschauer im Zielbereich nicht, wie anstrengend das Rennen war. Da kann man auch mal mit schmerzverzerrten Gesicht über die Ziellinie torkeln. Bestes Beispiel dafür ist die Schweizerin Gabriela Andersen-Schiess, die aufgrund von Dehydrierung seinerzeit in Los Angeles die letzten Meter ins Ziel torkelte. – Geht natürlich auch ohne Dehydrierung!

Finish-Line-Strategie – Tanzen

tanzen-sportograf

(c) Sportograf

Ja, kann man auch machen. Am besten, wenn man sich einen unbeteiligten Zuschauer nimmt und mit ihm gemeinsam über die Linie tanzt.

Jetzt seid ihr gefragt. Nennt uns Eure liebste Finish-Line-Strategie und ladet vielleicht noch ein Bild davon hoch. Die Beste bekommt ein Fan-Set von Rock’n Trail.

Fotos: Sportograf, Wisthaler, Rock’n Trail

Carsten

Carsten

Carsten Reichel ist passionierter Trailrunner. Seit mehreren Jahren hat er die Straßenschuhe gegen Trailrunningschuhe getauscht. Inzwischen sind es lange Distanzen oder Mehrtages-Rennen, wo Carsten Reichel anzutreffen ist. Carsten läuft für das Thoni Mara Team.

7 Kommentare

  1. 25. Juli 2016 at 8:03 — Antworten

    Ich dachte immer, so nen Lauf macht man primär für sich und nicht um die Zuschauer zu bespaßen. Wieder was gelernt 😉

    • 25. Juli 2016 at 8:04 — Antworten

      Es ist doch wichtig unseren Sport den Zuschauern unterhaltsam zu präsentieren, damit sie wiederkommen 🙂

  2. 25. Juli 2016 at 9:05 — Antworten

    Pyrotechnik-Zieleinlauf. Leider im letzten Jahr nicht wie geplant möglich. Erstens war das Ziel kurzfristig in einer Halle und zweitens war der Bengalo nass geworden und ließ sich nicht mehr an der Reibefläche zünden.

  3. 25. Juli 2016 at 13:25 — Antworten

    Wäre ja für n FlickFlack. Aber den kann ich leider nicht :/
    Daher geht es meistens ganz unspektakulär über das imaginäre Ziel. In Wirklichkeit war mein Ziel Spaß zu haben und das strahle ich dann hoffentlich auch aus

  4. Carsten Hermann
    25. Juli 2016 at 14:13 — Antworten

    500 Meter vor´m Ziel noch schnell anhalten, einen Wiesenblumenstrauß für die Liebste pflücken und ihr den im Ziel überreichen 😉
    Die Liebste ist überglücklich, das Publikum total begeistert und der Moderator hat endlich nochmal neuen Text 😀

  5. 26. Juli 2016 at 10:32 — Antworten

    Paris Marathon 2015 – Dank Blasen zwischen den Zehen musste ich die letzten Kilometer barfuß laufen – was durchaus Aufmerksamkeit erzeugte…

    • 26. Juli 2016 at 11:36 — Antworten

      Hallo Dominik,
      vielleicht als Alternative mal mit Lunas laufen. Da hast du 42 Kilometer Gesprächspartner um dich rum.

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