Insel ohne Namen – Mit Jack auf Trek

von | 19. Juli 2014 | Reiseberichte, Thailand

Dieses Mal fahren wir problemlos über die Grenze zurück nach Thailand von wo aus wir mit einem Boot hinüber auf eine kleine thailändische Insel fahren. Unser neuer Reiseführer weist in einem kleinen Abschnitt darauf hin, dass diese Insel noch annähernd touristenfrei sein soll.

Darüber hinaus bietet die thailändische Insel viele Sandstrände, guten Wellengang in der jetzigen Regenzeit und unbebaute, naturbelassene Gebiete. Somit genau das Richtige für uns. Bereits das Boot auf die Insel teilen wir nur mit Einheimischen, die kaum Englisch sprechen und später, auf der Insel selbst, sind Gespräche mit Hand und Fuß nicht mehr wegzudenken. Genau so etwas haben wir uns nach unserem Kambodschaaufenthalt gewünscht. Wieder echtes thailändisches Flair!

Kambodscha_Fischerdorf

Auf eine Insel kommt man am besten per Boot.

Wir reisen nach dem Motto: „So wenig vorplanen wie eben nur nötig“. Nach dem zurückgelassen, stressigen Alltag im fernen Deutschland erscheint es uns wie ein Geschenk, ohne Termine und Zeitdruck zu reisen. Wir haben zwar unsere Flüge zwischen den Kontinenten datiert, alles andere bleibt aber variabel. So können wir nie sagen wann wir, wie lange an einem Ort bleiben möchten oder werden. Demzufolge haben wir auch nie Unterkünfte im Voraus organisiert und gebucht.

Insel ohne Namen aber mit vielen netten Einheimischen

Und so kommen wir an: Laura und ich treffen nach einer halbstündigen Bootstour auf der Insel ein und werden auf der Ladefläche eines PickUps in ein Dorf mitgenommen und ja wirklich, da ausgesetzt! Im einsetzenden Monsunregen wandern wir von Bungalowanlage zu Anlage, um eine geeignete Unterkunft für die nächsten Tage zu finden. Viele der Anlagen sind durch die Regenzeit und dem damit ausbleibenden Tourismus noch geschlossen oder im Umbau. Mehr durch Zufall finden wir schließlich unser kleines Paradies in den Mangrovenwäldern.

In den nun folgenden Tagen wechseln sich Ebbe und Flut unter unserem Bungalow genauso ab, wie auch die regelmäßigen Regenschauer des Monsuns und die heißen Sonnenstunden. Uns stört es nicht weiter. Bei Regen genießen wir die Zeit auf der großen, auf Stelzen überdachten Wohnterrasse gemeinsam mit unserer thailändischen Gastfamilie, die uns kurzerhand zu Familienmitgliedern ernannt hat.

In regenfreien, sonnigen Stunden wandern wir die einsamen Strände entlang, erfrischen uns in den Wellen des Golfs von Thailand, oder liegen entspannt in den Hängematten, die hier zwischen den Kokospalmen gespannt sind. Oder wir erkunden die Insel mit dem gemieteten Moped. Wir fahren zu versteckten Wasserfällen mitten im Regenwald, waten durch Bäche, und lehmigen Matsch um kurze Zeit später an langen Seilen, die an Bäumen hängen, wie Tarzan jauchzend über die Becken des Wasserfalls zu schwingen und uns im kühlen Nass von der tropischen Hitze abzukühlen. Das einfache Leben und Treiben in den kleinen Fischerdörfern auf Stelzen bewundern wir, genauso wie die kleinen, frechen Affen, die als Haustiere gehalten werden und sich daran erfreuen, männlichen Wesen die Beinhaare einzeln auszuzupfen. Für die Männer sicherlich ein wahrliches Vergnügen!

Aber auch die vielen Stände mit dem leckeren, süßen Obst ziehen uns magisch an. Unsere eigenen Bemühungen eine Kokosnuss von einer der hohen Palmen zu ernten, enden leider mit einem Plumps und einem matschigen Hinterteil, so dass wir eher frische Ananas, Bananen und Melonen an den Ständen kaufen. Ein großes Willkommen gibt es, als ein gemeinsamer Freund aus Deutschland eines Tages auf der Insel auftaucht und wir beschließen, die nächsten vier Wochen gemeinsam unterwegs zu sein.

Die Abende verbringen wir gemeinsam mit unserer Gastfamilie auf der Terrasse bei leckeren, aber unterschiedlich scharfen, thailändischen Gemüse- und Fischgerichten, lauschen den Geschichten bei reichlichem Biergenuss und kommen nicht umhin die ein- oder anderen Lieder, die mit den Gitarren angespielt werden, mit zu summen und zu singen. Es ist nur verständlich, dass wir diese Woche auf unserer kleinen Trauminsel genießen und dies in vollen Zügen.

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