FrankenwaldSteig Sub 24 – geschafft

von 24. Juli 2020Deutschland, Reiseberichte, Slider

In 24 Stunden den 244 Kilometer langen FrankenwaldSteig bezwingen, das war das ambitionierte Ziel der Crazy Runners Team Frankenwald , als sie sich am Samstag um 12:00 Uhr von Hermes aus auf den Weg machten. Sie sollten es schaffen, dass es aber so spannend wurde und die 24 Stunden so viele Geschichten schrieben, hatte wohl keiner erwartet.

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244 Kilometer in 24 Stunden – eine einfache Rechnung?

Das Drehbuch hätte nicht spannender geschrieben werden können. Nach 23 Stunden, 55 Minuten und 14 Sekunden erreichten die Läufer das Ziel in Hermes. Dazwischen lagen 244 Kilometer und 6.800 Höhenmeter, die alle ihre eigene Geschichte hatten. Auf und ab, Freude und Leid, lagen ständig eng beieinander. Den Lauf online zu verfolgen war in etwa so spannend, wie das WM Finale 2014 zwischen Deutschland und Argentinien. Einmal waren die Läufer perfekt auf Plan, dann fehlte fast eine Stunde und im nächsten Moment war wieder alles gut. So ging es fast 24 Stunden. Doch von Anfang an.

Topläufer auf der ersten Etappe

Der Start beim Landgasthof Haueis im beschaulichen Hermes war der Ausgangspunkt für eines der spannendsten Staffelrennen in diesem Jahr. Der Koch des gleichnamigen Landgasthof, Johannes Haueis und Martin Seiser bildeten den das Paar, das sich auf die erste Etappe des Rundkurses machten. Von Hermes nach Presseck, 25 Kilometer und 450 Höhenmeter. Was so einfach klingt sollte es gar nicht sein. Alle erwarteten von den Startläufern, dass sie ein angenehmes Polster herauslaufen könnten, doch die beiden finalen Anstiege hatten es in sich. Zwar liefen sie schnell einen Vorsprung von 15 Minuten heraus, doch je länger die Etappe dauerte umso steiler wurden die Hügel und umso mehr schmolz der Vorsprung dahin.

Die Königsetappe

So übergaben sie mit fünf Minuten Vorsprung in am Sportplatz in Presseck an Oliver Jochum und Carsten Reichel, die sich auf die Königsetappe von 28 Kilometern und 860 Höhenmetern machte. Der Weg nach Culmitz war anstrengend, denn er führte zudem auch über den höchsten Punkt der Strecke, den Döbraberg . Doch dieser Anstieg sollte nicht das Problem sein, schon vorher sollten einige knackige Rampen die Läufer vor schwierige Aufgaben stellen. Dreimal verloren sie den Weg und zwischendurch machte sich auch noch die Erschöpfung breit, doch die anvisierten dreieinhalb Stunden konnten sie knapp unterbieten. Trotzdem hatten sie einen Verlust von 40 Minuten herausgelaufen, denn der Obercrazy Markus hatte pro Kilometer lediglich 5:50 Minuten veranschlagt. Da hat er die Rechnung wohl ohne die Berge gemacht.

Alleine geht’s hat manchmal schneller

Und so übergaben sie in Culmitz den Staffelstab (eine Flasche Meinel Radler) an die Läuferin der dritten Etappe, Sandra Spörl. Unseren Rennfloh ließ es sich nicht nehmen, die hoch gesteckten Ziele zu pulverisieren und lief ein beherztes Rennen. Bis zur Übergabe in Issigau hat Sandra nach starkem Lauf 30 Minuten herausgelaufen. Jetzt lag es an den nächsten Läufern, Sven Römisch und Andy Drescher, die Zeit nach Bad Steben zu halten, denn wieder lagen einige Höhenmeter, auf der lediglich 12 Kilometer langen Strecke vor ihnen. Und auch sie erfüllten ihr Ziel. Mit fünf zusätzlichen Minuten auf dem Guthabenkonto übergaben die Beiden an die nächsten Läufer, die Richtung Nordhalben in den Sonnenuntergang laufen konnten. Die Etappe, die sich Lothar, Mario und Alexander vornahmen, war relativ flach, jedoch mit einem finalen Anstieg nach Nordhalben, wo man sich wünschte mit einer Seilbahn fahren zu können. Am Skilift in Nordhalben wurden sie gebührend empfangen und konnten frohgelaunt an die ersten Nachtläufer Thomas und Kevin übergeben.

Drei Etappen die alles verändern – oder doch nicht

Ludwigstadt sollte das Ziel dieser Etappe sein, doch in Reichenbach hatten die Läufer etwas Problem mit der Beschilderung und verloren hier kostbare Zeit. Plötzlich waren die Crazy Runners fast eine Stunde über dem Plan. Am nördlichsten Punkt der Strecke wurde an den Obercrazy Markus und das Geburtstagskind Sylvia übergeben, die sich sogleich auf dem Weg nach Teuschnitz machten. Doch wieder kam etwas unvorhergesehenes, denn Markus musste kurz nach dem Start verletzungsbedingt aufgeben. Glücklicherweise waren die anschließenden Läufer nur wenige Kilometer entfernt und so sprang Oliver May schnell ein und lief die Etappe bis zum Wechsel weiter.

In Teuschnitz übernahm dann wieder Johannes das Ruder und lief ein beherztes Rennen bis Kronach. Und obwohl auch diese Etappe einige Höhenmeter hatte, machte er fast 40 Minuten wieder gut.

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Finale am Morgen

Alfred wartete schon an der Übergabestelle mit seinem Laufpartner Georg, die bis Kulmbach noch einmal 8 Minuten gutmachen konnten. Wer die Nacht verschlafen hatte, wusste gar nichts vor der Dramatik, die sich im Licht der Stirnlampen abspielte. Der kurzfristig eingesprungene Oliver, startete dann auf seiner regulären Etappe von Kulmbach nach Stadtsteinach. Doch anstatt direkt richtig Stadtsteinach zu laufen, ging es zuerst nochmal zum Sightseeing über die Plassenburg mit einem Anstieg von 21% und danach direkt wieder ins Tal zu laufen, damit es dann über den Flugplatz Richtung Übergabe ging.
Am Marktplatz in Stadtsteinach warteten drei Läufer, Frank, Stefan und Sebastian, die die „Flachetappe“ nach Wirsberg zu bewältigen hatten. Direkt am Hotel Post des Fernsehkochs Alexander Hermann war die „Übergabe“, doch anstatt auf andere Läufer zu übergeben, stieg lediglich Sebastian aus, und die anderen beiden liefen weiter.

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Noch ein Anstieg hinauf nach Kupferberg. Die Zeit war noch immer knapp. Das hat auch Johannes mitbekommen, der kurzerhand den Kochlöffel zur Seite legte, um die beiden Schlussläufer noch einmal beim letzten Anstieg zu motivieren und lief kurzerhand mit.

Einen Kilometer vor dem Ziel stiegen dann auch viele Läufer, der anderen Etappen mit ein, um die jetzt drei Läufer ins Ziel zu begleiten. Unter tosendem Applaus liefen die Crazy Runners Team Frankenwald nach 23 Stunden 55 Minuten und 14 Sekunden über die Ziellinie. Die SUB24 waren geschafft.

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Ein ambitioniertes Ziel war erreicht. Bei einem leckeren Mittagessen wurden schon die Planungen für das nächste Event geschmiedet und ausgerechnet, welchen Aufwand es benötigen würde, die SUB24 als Teamevent für mehrere Mannschaften zu organisieren.

Herzlichen Dank an die Partner Suunto, die die Läufer mit Laufuhren ausstatteten und somit immer auf der richtigen Strecke navigiert wurde. Orthomol Sport, ohne die diese Leistung bei der Hitze auch nur schwer durchführbar gewesen wäre, denn das nachführen von Mineralien ist bei so einem Lauf essentiell und natürlich bei der Brauerei Meinel, für die „Staffelstäbe“.

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FrankenwaldSteig

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