Arenzano – wo die Berge ins Meer fallen

von | 23. Februar 2016 | Italien, Reiseberichte

Auf die schönsten Trails sollte man seine Freunde mitnehmen

Westlich von Genua liegt Arenzano, eine kleine aber feine Hafenstadt in Ligurien. Das Grand Hotel versprüht den Charme einer vergangenen Zeit, als die Italiener noch jedes Wochenende aus den Metropolen ans Meer kamen um hier dem Dolce Vita zu frönen. Die Promenade und die Fußgängerzone sind gut gefüllt. Für Mitte Februar sind die Temperaturen angenehm. Man kann sich gut vorstellen, was hier im Sommer los ist.
Ausländische Touristen sind hier trotz der Nähe zur Schweiz eher wenig vertreten, zum Glück auf der einen Seiten, aber zum Nachteil des Tourismus.
Vermutlich liegt es aber auch einfach an der Jahreszeit.

Sportlich ist man hier das ganze Jahr. Horden an Rennradfahrern hetzen über die Straßen und lassen sich die schon warme Mittelmeerluft um die Ohren pfeifen. Doch weder zum Radfahren, noch nur zum Erholen sind wir hier.

Direkt im Ort startet das Trailabenteuer.

Hinterm Strand beginnen die Berge

Gerade einmal einhundert Meter hinter dem Strand erstrecken sich die Berge. Die Landschaft ist so steil und eng, dass selbst die Autobahn sich oberhalb des Ortes durch und an den Bergen entlang schlängelt. Das Hinterland ist schroff. Die Trails sind eng und die Leute sind extrem freundlich.

Luciano hatte im vergangenen Jahr die Idee einen Lauf für Freunde zu veranstalten. Three for Team – gemeinsam mit deinen zwei Trailbuddies die wunderschönen Strecken rocken. Die Trails sind in der Tat viel zu schön um sie alleine zu laufen.

Three for Team – gemeinsam machen Trails einfach mehr Spaß

Ein ungewöhnliches Format, dass man evtl. noch mit dem Transalpine Run vergleichen kann. Drei Läufer gehen gemeinsam auf die Strecke und bleiben auch über die gesamte Distanz zusammen. Hier merkt man schnell ob das Team passt oder nicht, denn gerade bei den Aufstiegen und den Downhills müssen die Leistungsunterschiede jedes Mal wieder neu sortiert werden. Vorteil bei einem Teamlauf ist aber auch die gegenseitige Motivation, wenn die Kraft bei einem nachlässt.

170 Teams, also 510 Läufer machen sich bei der zweiten Auflage auf den Weg. Die Schnellsten sind nach weniger als zwei Stunden wieder im Ziel. Die Langsamsten benötigen mehr als doppelt so lange, dafür durften sie die Strecke ausgiebiger genießen.

Auf 21 Kilometer schlängeln sich die Wege durch das Hinterland. Ständig geht es auf und ab. Selbst die Forstwege sind technisch so anspruchsvoll, dass man sich beim Laufen keine Unachtsamkeit erlauben darf. Singletrails, Wurzelpfade und  Bachquerungen, es ist für jeden was dabei, zudem noch ein paar satte Aufstiege. Trailer, was willst du mehr. Sind in den Alpen die Aufstiege oft Kilometerlang, so hat man hier ein ständiges Auf und Ab.

Blicke schweifen lassen

Doch Pausen soll und muss man sich gönnen. Wo sonst kann man den Blick von den Höhen hinunter aufs Meer so schweifen lassen. In der Ferne ankern große Containerschiffe, die auf die Löschung ihrer Ladung im Hafen von Genua warten. Die Landschaft ist abwechslungsreich und die Trails haben teilweise alpenähnlichen Charakter.

Bei dem Three for Team Rennen haben wir lediglich einen sehr kleinen Teil der Trails erkundet. Ständig gingen links und rechts weitere tolle Trails weg, die geradezu nach Erkundung rufen.

Arenzano ist hier eine hervorragende Homebase um gut und gerne eine Trainingswoche auf gigantischen Trails zu erleben. Ich habe so die Vermutung, dass man in der Woche keinen Trail zwei Mal laufen muss.

Photocredit: (c) Robert Kampczyk, Rock’n Trail

Anreise

Mit dem Auto über Mailand nach Genua. ca. 16 Kilometer westlich liegt der Ort Arenzano. Von Mailand aus sind es ca. 1,5h bis ins Trailparadies Arenzano.
Mit der Bahn bis Genua und dann weiter Richtung Nizza bis Arenzano.

Arenzano

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